Mittwoch, 18. Februar 2015

Es folgen die Spielregeln


In meinem letzten Post habe ich euch sehr ausführlich über meine Motivation zur Teilnahme an der Fastenzeit und über die Gründe an meinen bisherigen Regeln etwas zu ändern, informiert. Für alle, die es nun also schon gar nicht mehr warten können, zu erfahren was denn nun die große Veränderung ist, von der ich die ganze Zeit spreche, kommt hier also endlich die Auflösung.
Durch Instagram bin ich auf das von Hannah Frey ins Leben gerufene „Projekt: zuckerfrei“ aufmerksam geworden, bei dem es darum gehen soll, sich 40 Tage komplett ohne Industriezucker zu ernähren. Als ich zuerst von dieser Idee gelesen habe, hielt ich sie für völlig unumsetzbar, doch je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, Rezepte überflog und mich mit anderen Teilnehmern austauschte, umso mehr dämmerte mir, dass es genau dieses Projekt sein könnte, welches mich endlich aus meinem Essens-Teufelskreis retten könnte. Schließlich ist es unumstritten, dass der Verzicht auf Zucker eine ganze Reihe von positiven Effekten auf das persönliche Wohlbefinden hat (dazu später mehr) und dass man bei dieser Ernährungsform nicht nur seinem Körper, sondern auch der Seele etwas Gutes tut. Außerdem muss man bei diesem Projekt nicht vollständig auf süße Dinge verzichten, sondern kann ohne schlechtes Gewissen bestimmte Produkte oder Speisen „naschen“ ohne direkt ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die entweder während dieses Versuchs oder sogar generell in ihrem Leben komplett und ausnahmslos auf jeden Form von Zucker verzichten wollen, doch ich habe mich dazu entschlossen, die Regeln über das was erlaubt und was verboten ist für mich und meine Bedürfnisse anzupassen. Dabei will ich allerdings nicht zu streng mit mir sein (ich mache so etwas schließlich zum ersten Mal), sondern mir mit meinen Vorsätzen auch weiterhin kleine Genussmomente zugestehen.

Meine Regeln: In den folgenden 6/1/2 Wochen werde ich...
  • so gut es möglich ist auf Industriezucker in jeglicher Form verzichten und versuchen gesunde Alternativen zu finden. "Industriezucker? Was soll das denn sein?", mag sich der ein oder andere nun vielleicht fragen. Unter diesem Begriff verstehe ich einfach, dass ich keine Lebensmittel konsumieren möchte, denen im nachhinein künstlich Zucker hinzugefügt wurde. Obst oder Käse sind also selbstverständlich weiterhin auf meinem Speiseplan zu finden. Und auch Produkte, die mit natürlichen Süßungsmitteln wie Stevia, Dicksaft oder Xylit gesüßt sind (zu den Alternativen später mehr) werde ich nicht komplett aus meiner Ernährung streichen. Dennoch werde ich versuchen, mich eher für Lebensmittel zu entscheiden, die komplett ohne Zucker auskommen, als gleichwertige Produkte zu kaufen, denen natürliche Zucker zugesetzt wurden.
  • vollständig auf alle Süßwaren, Kuchen, Chips und Schokoladenprodukte verzichten (Ja, ich werde auch Kakao meiden, obwohl dieser in unbehandeltem Zustand eigentlich zuckerfrei ist)
  • versuchen so gut es geht ohne Weissmehlprodukte auszukommen und zumindest zu Hause mein Brot und meine Brötchen nach Möglichkeit selbst zu backen
  • so gut es geht auf Alkohol verzichten. Allerdings behalte ich es mir vor zu besonderen Anlässen (Geburtstage, gemeinsame Partyrunden) einen trockenen Wein oder ein Glas Bier zu trinken.
  • meine tägliche Ration an Süßigkeiten durch gesunde Alternativen wie Obst und Gemüse, Nüsse Fruchtquark oder selbstgemachte Müsliriegel ersetzen. Auch auf Süßspeisen wie Milchreis, Pfannkuchen oder gesunde Kekse aus Nüssen und Trockenfrüchten muss ich nicht verzichten, so lange ich sie selbst zuckerfrei zubereiten kann.  
  • auf das Backen im eigentlichen Sinne verzichten, auch wenn es eigentlich erlaubt wäre Kuchen und Torten herzustellen, die komplett ohne Zucker auskommen. In diesem Punkt möchte ich bei meinem ursprünglichen Fastengedanken bleiben und mir keine zuckerfreien Alternativen erlauben. Lediglich Früchtebrot ist erlaubt, so lange es keinen Zucker enthält.
Um mich jedoch selbst nicht (wie bisher) zu sehr unter Druck zu setzen, gibt es auch einige Ausnahmen bzw. Lockerungen, die ich während dieser Zeit für mich beschlossen habe: 
  • wenn es sich nicht vermeiden lässt unterwegs zu essen (z.B. in der Mensa oder bei einem eventuellen Restaurantbesuch) möchte ich mich nicht gezwungenermaßen nur am Salatbuffet orientieren, sondern ohne Reue auch ein "normales" Gericht auswählen können. Gleiches gilt auch für gemeinsame Kochabende mit Freunden. In beiden Fällen werde ich natürlich versuchen auf die Dinge, die Zucker enthalten (z.B. Baguette zum Salat), zu verzichten und im Zweifelsfall lieber auf die zuckerfreie Alternative ausweichen. Doch ich möchte niemandem meine Ernährungsweise aufdrängen, bzw. die Lust am gemeinsamen Essen durch Extrawünsche usw.verderben.
  • alle Produkte, die ich bereits gekauft habe und die sonst bis zum Ende der Fastenzeit verderben würde, werde ich selbstverständlich an andere verschenken oder ggf. selbst verzehren.
  • aAußerdem wird es einige Dinge geben, auf die ich ganz bewusst nicht verzichten möchte, obwohl sie Zucker enthalten. Zur Zeit steht auf dieser Liste nur Putenbrust bzw. magerer Schinken. Ich kann mir aber vorstellen, dass sie sich im Laufe der Zeit noch um einige Lebensmittel erweitern wird.
Dann kann es ja losgehen


So, momentan sind das alle Regeln, die mir bisher für wichtig erscheinen. Ich werde diese Liste aber bei Bedarf jederzeit aktualisieren und um weitere Einschränkungen oder Lockerungen erweitern.Vielleicht hat ja der ein oder andere selbst schonmal eine solche Erfahrung gemacht oder hat Lust bekommen ebenfalls an diesem Projekt teilzunehmen? Alle Interessierten finden weitere Informationen auf Hannah Freys Homepage „Projekt Gesund Leben“ sowie in der Veranstaltung auf Facebook.


Ich werde nun meinen vorerst letzten Zuckertag noch einmal in vollen Zügen genießen (habe noch einen selbstgebackenen Apfelstromboli in der Küche und für heute Abend eine Mousse au Chocolate gemacht) und mich dann gespannt und voller Vorfreude ins Bett begeben, um für den großen Tag morgen fit zu sein ;)


Bis dahin – sonnige Grüße,

Lisa ☼

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