Mittwoch, 11. März 2015

3 Wochen ohne Zucker - eine Zwischenbilanz

Heute mal kein Rezept

Ihr Lieben, als ich gestern einen Blick auf meinen Kalender warf, konnte ich es selbst kaum fassen. Tatsächlich sind seit des Beginns meines "Projekt: zuckerfrei" inzwischen genau 3 Wochen vergangen. Unfassbar wie die Zeit verfliegt. Umso mehr ist es daher nun aber an der Zeit für ein etwas ausführlicheres Zwischenfazit und einen kleinen Erfahrungsbericht darüber, wie es mir bisher mit dieser Form der Ernährungsumstellung während dieser Wochen ergangen ist.

Doch wo fängt man bei so viel neuen Erfahrungen, Eindrücken, Rezepten und Erlebnissen überhaupt mit der Auswertung an? Über einige meiner teilweise recht abenteuerlichen Erfahrungen habe ich euch ja schon in den letzten Wochen berichtet. Heute werde ich den Fokus daher eher darauf legen, wie es mir persönlich in meinem Alltag und mit meinem Körper während der letzten 3 Wochen so ergangen ist.






Healthy Living

Generell lässt sich zunächst einmal festhalten, dass die Erfahrungen, die ich bisher mit dieser Ernährungsweise gemacht habe, fast durchweg absolut positiv gewesen sind. Vor allem für meine Gesundheit und mein körperliches Wohlbefinden, hat diese Form des Essens einen absolut tollen Einfluss gehabt. Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich so wie einige andere Teilnehmerinnen dieses Projekts bereits körperliche Veränderungen spüre (in unserer Facebook-Gruppe loben viele Teilnehmer bereits ihre reinere Haut, die verschwindende Müdigkeit und das generell bessere Körpergefühl), dennoch spüre ich genau, wie gut es mir tut, komplett auf jegliche Form industriellen Zuckers zu verzichten. 

Denn ganz automatisch ernährt man sich fast nur noch gesund, da jegliche Formen von Fastfood, Süßigkeiten und anderen fettigen oder überzuckerten Lebensmitteln sowieso nicht mehr auf den Speiseplan gehören. Stattdessen ist mein Vorrat an Obst und Gemüse extrem angestiegen, ich koche noch häufiger und frischer als zuvor und kaufe generell viel bewusster ein. Außerdem versuche ich, angelehnt an das Buch von Geneen Roth, über das ich euch bereits berichtet hatte, wirklich nur dann zu essen, wenn ich auch wirklich hungrig bin. So fallen auch viele Zwischenmahlzeiten oder Snacks, die ich mir sonst oft aus Langeweile oder als kleine Belohnungen zwischendurch gegönnt habe, weg und entlasten damit nicht nur meinen Körper, sondern definitiv auch meinen Geist. Und falls der kleine Hunger doch mal kommen sollte, bin ich bemüht auf gesunde Alternativen wie ein Stück Käse, frisches Obst und Gemüse, knackige Nüsse oder eine Hand voll Oliven zurückzugreifen (am Sonntag dürft ihr euch auf einen Post freuen, in dem ich mich noch ausführlicher mit tollen zuckerfreien Snack-Alternativen beschäftigen werde).

Eine Auswahl meines Obst- und Gemüsevorrats
  
Gelüste? Überhaupt nicht!

Und tatsächlich funktioniert dieses Ernährungsprinzip wirklich unglaublich gut. Klar, man ist gezwungen häufiger in der Küche zu stehen, seine Mahlzeiten vernünftig zu planen und sich bewusst mit seinem Essen auseinanderzusetzen, aber mit der Zeit klappt das wirklich immer besser. Inzwischen habe ich sogar nicht mal mehr das Gefühl tatsächlich auf etwas verzichten zu müssen. Im Gegenteil - ich bin stolz, dass ich es schaffe, dieses Projekt so gut in meinen Alltag zu integrieren. Es ist sogar schon so weit, dass mich Süßigkeiten, Kuchen oder andere gezuckerte Verlockungen so gut wie gar nicht mehr reizen können. Mein Freund nascht neben in mir Bett Süßigkeiten? Kein Problem. Meine Mädels bringen zum Fernsehabend Chips und Knabberkram mit? Macht nichts, meine Alternativen schmecken genauso gut. Die Werbung lobt eine tolle neue Schokoladensorte? Darauf schnappe ich mir doch direkt einen Apfel ;-) 

Wirklich, ich hätte nie gedacht, dass mir der Verzicht auf Zucker so leicht fallen würde und das sogar ganz ohne die negativen Entzugserscheinungen wie Kopfweh, Müdigkeit oder Gereiztheit, von denen einige meiner Mitstreiter ebenfalls in unserer Facebookgruppe berichtet hatten. Einzig und allein der Verzicht auf Wurst ist weiterhin ein großer Wehmutstropfen, der mich manchmal wirklich in den Wahnsinn treibt (Wer weiß, vielleicht fange ich in diesem Jahr mal an davon zu träumen, dass ich versehentlich Putenbrust oder eine Wiener esse, statt, wie in den letzten Jahr, eine Tafel Schokolade oder einen saftigen Apfelkuchen zu naschen). Doch auch das ist eine Sache, die sich dank guter Alternativen wie Gerichten mit frischem Hähnchenfleisch oder Hack relativ gut aushalten lässt.

Ein toller Wintersalat mit gerösteten Kernen, Joghurtdressing und gebratetenen Birnenspalten

 Zuckerfreies Socializen

Was für mich zudem wirklich überraschend war, ist wie positiv auch mein soziales Umfeld auf dieses Projekt reagiert hat. Eigentlich hätte ich eher damit gerechnet, dass sich die Leute abwertend oder verächtlich verhalten würden, wenn ich ihnen von meiner Idee, auf industriellen Zucker verzichten zu wollen, erzählen würde. Doch tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Jeder, dem ich bisher von diesem Projekt berichtet habe, hat absolut verständnisvoll, offen und interessiert gewirkt. Man kommt über dieses Thema wunderbar mit anderen Menschen ins Gespräch, die dann häufig nach meinen Beweggründen fragen und neugierig nachhaken, wenn ich von meinen Erfahrungen berichte. Auch meine Freunde nehmen diese neue "Angewohnheit" von mir inzwischen ganz selbstverständlich hin. Wenn wir uns treffen, achten sie darauf, dass es nicht zu viele süße Verlockungen gibt. Wenn wir gemeinsam kochen, beschwert sich niemand, wenn ich an den Zutaten etwas verändere oder einfach eigen Produkte mitbringe. Und sogar bei der Arbeit werde ich jedes mal freudig mit der Frage begrüßt, wie mein Selbstversuch läuft und was es Neues zu berichten gibt. Das freut mich wirklich sehr! :)

Ein typisches Frühstück mit Haferflocken, Nüssen, Obst und Joghurt oder Quark. Hier eine exotische Version mit gerösteten Kernen, Mango und Banane

Die Kehrseite der Medaille

Allerdings muss ich gestehen, dass diese komplette Veränderung meiner Ernährung doch einen negativen Aspekt mit sich bringt. Ich hatte ja bereits mehrmals betont, dass es mir bei diesem Projekt nicht nur um den gesundheitlichen Aspekt geht, sondern dass ich dadurch vor allem wieder ein normales Verhältnis zum Essen für mich entwickeln möchte. Doch auch, wenn dies bisher wirklich super gut klappt, ich so gut wie gar keine Kalorien mehr zähle und mir jeden Tag ein leckeres Frühstück zubereite, so fehlt mir doch ohne das ständige Addieren von Kalorien eine Orientierungshilfe, an der ich festmachen kann, ob ich genug bzw. zu viel esse. Es fällt mir einfach schwer, einzuordnen wie groß meine Portionen sein sollten und wie viele Kohlenhydrate und Obst ich mir am Tag erlauben kann, ohne dass es plötzlich doch wieder ungesund wird. 

Wie gesagt, ich esse, wenn ich hungrig bin und höre damit auf, wenn ich mich satt fühle. Doch als ich mich Ende letzter Woche zum ersten Mal seit Beginn des Projekts gewogen habe, wog ich doch tatsächlich plötzlich unter 50kg. Ganz offensichtlich habe ich also ohne zu hungern oder mich zu zügeln dank dieser Ernährung abgenommen. An sich natürlich eine tolle Sache und ein weiterer Beweis dafür, dass diese Form der Ernährung dem Körper wirklich etwas Gutes tut. Doch 49kg sind definitiv zu wenig. Daher muss ich wohl in den nächsten 3 Wochen versuchen, ein für mich passendes Maß zu finden mit dem ich es schaffe gesund zu leben und mein Gewicht auf einem normalen Level zu halten. Vielleicht sollte ich doch öfter mal auf einen kleine Snack wie fettreiche aber gesunde Nüsse oder eine frische Avocado zurückgreifen.

Ich bleibe optimistisch

Dennoch kann ich schon jetzt behaupten, dass dieses Projekt mir unglaublich viel Positives mitgegeben hat. Und auch, wenn noch längst nicht alles pefekt ist, und es noch viele Dinge gibt, an denen ich arbeiten will und werde, so kann ich doch jetzt schon sagen, dass ich froh bin, mich auf diesen Versuch eingelassen zu haben. Ich freue mich auf die nächsten 3/1/2 Wochen, auf weitere leckere, zuckerfreie Rezepte, spannende Erfahrungen und viele weitere Berichte und Posts auf diesem Blog :)

Bis dahin - sonnige Grüße
Lisa ☼

Kommentare:

  1. Achte auf ausreichend "gute" Fette und iss genug Ballaststoffe.
    Eine Tipp bezgüglich der Wurst kann ich dir noch geben: Parmaschinken oder Ähnliches gibt es in guter Qualität auch ohne Zucker, nur luftgetrocknet. Das hat meinen Gelüsten (gleich in Kombination mit ein paar netten Salatblättern oben drauf) gut geholfen...;-)

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  2. Hey :) Super, vielen lieben Dank für den Tipp! :) Danach werde ich beim nächsten Einkauf auf jeden Fall Ausschau halten.

    Sonnige Grüße,
    Lisa ☼

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