Sonntag, 22. März 2015

Knuspermüsli selbstgemacht - eine Exotic-Fruits-Granola, die ihr unbedingt probieren müsst :)

Guten Morgen ihr Lieben,
nachdem ich euch in meinem gestrigen Beitrag ja "nur" ein Rezept für ein schnelles, aber dennoch leckeres und gesundes Frühstück in Form eines erfrischenden Apfel-Fenchel-Smoothies präsentiert habe, gibt es nun heute - wo ich etwas mehr Zeit zum Frühstücken habe - eine etwas aufwändigeres, aber einfach unfassbar gutes Rezept!

Sonntag = Frühstückstag

Da der Sonntag für mich der einzige Tag der Woche ist, an dem ich definitiv nicht arbeiten muss und somit die Zeit dazu habe, mich selbst kulinarisch mal ein bisschen zu verwöhnen, darf das Frühstück hier auch gerne mal etwas üppiger und reichhaltiger ausfallen. Es macht einfach unglaublich viel Spaß und Freude an diesem Tag morgens in aller Ruhe in der Küche zu stehen, diverse Leckereien zuzubereiten und dann zusammen mit meiner Familie oder meinen Freunden zu genießen (mit meinem Freund geht das leider nie, denn aus mir völlig unerklärlichen Gründen, findet der Frühstück nämlich total doof). Doch während er morgens meist keinen Bissen herunterbekommen kann, dürfen es bei mir gerade am Wochenende auch mal ein paar würzige Rühreier mit Bacon, frisches Obst, Naturjoghurt, fruchtige Marmelade, Schokocreme, selbstgebackene Brötchen mit herzhaftem Aufschnitt oder sogar sündiges Knuspermüsli auf dem Frühstücksteller sein.

Da allerdings während meines "Projekt: zuckerfrei" jegliches Knuspermüsli, das ja nun mal leider Größenteils aus Zucker und Süßstoffen besteht, absolut verboten ist, hatte ich mich während der letzten Wochen eigentlich bereits damit abgefunden, dass ich diese süße Frühstücksleckerei wohl erst nach Ostern wieder würde genießen können. Doch weit gefehlt: denn dem Himmel sei Dank bin ich bei meiner Suche nach zuckerfreien Frühstücksrezepten vor kurzem auf ein unfassbar leckeres, fruchtiges und einmalig crunchiges Müsli gestoßen, dass sich - mit etwas Geduld - wunderbar selbst zubereiten lässt und dank der Zugabe von püriertem Obst und getrockneten Früchten sogar richtig angenehm süß schmeckt, obwohl ihm sonst weder Zucker, noch Honig oder andere Süßungsmittel beigemengt werden. Glaubt mir - diese Granola ist mit die beste, die ich je in meinem Leben gegessen habe - und falls auch ihr bekennende Müslifrühstücker seid, müsst ihr dieses Rezept unbedingt einmal selbst ausprobieren. Ich verspreche euch - es ist die Mühe absolut wert!!


Ehrlich gesagt war ich beim Durchlesen des Rezeptes erst einmal ziemlich skeptisch. Ein Müsli, das mit Fruchtpüree vermengt wird und dann auch noch für 2 Stunden in den Ofen kommt? Wie soll das bitte funktionieren, ohne das die ganze Masse entweder viel zu matschig wird oder aber vollkommen verbrennt?! Doch da die Rezeptidee und die damit verbundene Aussicht auf Knuspermüsli während der Fastenzeit einfach zu verlockend war, um sie nicht auszuprobieren, entschied ich mich kurzerhand dafür, der Granola eine Chance zu geben und sie trotz meiner Zweifel zu "backen". Und - ihr ahnt es schon - tatsächlich funktioniert diese Zubereitungsart einwandfrei. Die pürierten Früchte geben dem Ganzen eine angenehme Süße und durch den langsamen Trocknungsprozess wird die Granola richtig schön crunchig-kross. Gerade so, wie ich es auch bei den Müslis, die ich mir sonst im Supermarkt kaufen würde, am allerliebsten habe.



Karibisches Knuspermüsli


Zutaten
  • 1/2 Ananas (je reifer und süßer desto besser)
  • 3 - 4 Datteln
  • 1/2 Orange
  • 1 TL geriebene Vanille
  • 1 TL Zimt
  • 50ml Kokosöl
  • 100g gehackte Mandeln
  • 100g Kokoschips oder Kokosflocken
  • 40g Sonnenblumenkerne
  • 50g getrocknete Früchte nach Wahl (bei mir waren es Aprikosen)
  • eine Prise Salz
  • 30g Apfelchips

Zubereitung
Als allererstes zerkleinert ihr die Apfelchips und die Kokosflocken in einer Küchenmaschine, bis sie etwa 0,5cm groß sind und vermengt sie anschließend mit den Mandeln, den Trockenfrüchten, den Sonnenblumenkernen und der Prise Salz in einer großen Schüssel. Nun schält ihr die Ananas, befreit sie vom Strunk und schneidet sie in kleine Würfel, die ihr zusammen mit dem Saft aus der Orange, den Datteln, dem Zimt und der Vanille in einen Mixer gebt und dort zu einem sämigen Püree verarbeitet. Schließlich schmelzt ihr noch vorsichtig das Kokosöl und hebt es unter das Fruchtmus, bevor ihr diese flüssige Masse zu den Nüssen in eurer Schüssel gebt und alles sehr gut miteinander vermengt.

Zum Schluss verteilt ihr diese Müslimasse möglichst gleichmäßig auf einem Backblech und gebt dieses bei 120° für ca. 2 Stunden in den Ofen. Wichtig ist, dass ihr die Granola alle 20 - 30 Minuten wendet und nach etwa 1/1/2 Stunden Backzeit genau beobachtete. Da der Feuchtigkeitsgehalt der Müslimasse je nach Größe euer Ananas und der Orange nämlich immer etwas variiert, kann es durchaus sein, dass eure Granola schon etwas eher aus dem Ofen kann, oder noch ein paar Minuten länger braucht. Generell ist sie fertig, wenn die Müslistückchen leicht gebräunt und knusprig sind und sich nicht mehr feucht anfühlen. Lasst das Müsli im Anschluss am besten außerhalb des Ofens abkühlen, denn erst dadurch wird es dann auch richtig schön kross und kann schließlich in eine Müslidose oder ein großes Schraubglas abgefüllt oder direkt zum Frühstück verspeist werden.

Tipp: Selbstverständlich lassen sich die Mandeln im Rezept auch gut gegen Cashews oder Erdnüsse tauschen oder die Sonnenblumenkerne sich durch Haferflocken oder Kürbiskerne ersetzen. Und auch bei der Auswahl der Gewürze und Trockenfrüchte seid ihr selbstverständlich völlig frei und könnt das Knuspermüsli so ganz nach euren eigenen Wünschen entsprechend eurer Geschmacksvorstellungen abwandeln. (Wie wäre es zum Beispiel noch mit ein paar Schokotropfen, die ihr anschließend mit in das Müsliglas gebt? Oder ein paar Cookie-Stückchen, die ihr zum Schluss mit unter die Masse mengt?)



Mir persönlich hat die Granola am allerbesten im Kombination mit einem Klacks frischem Naturjoghurt, selbstgemachter Mandelmilch und frischer Ananas geschmeckt. Doch natürlich lässt sich das Müsli auch wunderbar mit allen anderen Früchten, Milch- und Quarkvariationen kombinieren. Selbst in einem Birchermüsli oder als Topping für Eis oder Puddingdesserts kann ich es mir super gut vorstellen. Die exotische Kombination aus Nüssen, Obst und Kokosflocken hat mich persönlich auf jeden Fall total überzeugt. Und das sogar, obwohl ich den Geschmack von Kokos eigentlich gar nicht leiden kann. Jetzt bin ich auf jeden Fall super gespannt welche Kreationen euch noch so einfallen und lasse mich gerne zu neuen Geschmackskombinationen und Müslivariationen verführen ;)

Bis dahin - sonnige Grüße
Lisa ☼

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