Donnerstag, 5. März 2015

Süßkartoffelrösti mit Kräuterquark und Lachs

Die Kartoffel, die gar keine Kartoffel ist 

Als ich vorgestern Abend im Supermarkt an der Kasse stand, um mich nach der Arbeit noch schnell mit den wichtigsten Zutaten für die nächsten Tage auszustatten, sah mich die Kassiererin mit einem etwas unsicheren Blick an, deute auf meine Süßkartoffel und fragte: "Sagen Sie mal, was genau kochen Sie daraus eigentlich so? Machen Sie das einfach wie ganz normale Kartoffeln?" Ich war zugegeben ein bisschen überrascht davon, direkt an der Supermarktkasse nach Rezepttipps gefragt zu werden, aber da ich in meinem Kopf tatsächlich noch so viele Ideen habe, was ich aus dieser herrlichen Knolle in meiner Küche noch alles so zaubern könnte, betete ich der armen Frau gleich eine ganze Liste an Ideen vor, wie sie dieses Gemüse am besten verwenden könne: Süßkartoffelsuppe, Süßkartoffelpommes mit Currydip, Süßkartoffel-Frittata, Süßkartoffelpüree,... ich hätte noch ewig so weitermachen können.

Schade eigentlich, dass vielen Menschen dieses Gemüse so fremd erscheint, dass sie sich gar nicht wirklich trauen, Rezepte damit auszuprobieren. Denn tatsächlich ist die ursprünglich aus Südamerika stammende rote Knolle nicht nur wahnsinnig lecker, sondern dank der vielen in ihr enthaltenen Vitamine und Nährstoffe, extrem gut für die Gesundheit, da sie uns vor Bluthochdruck, Diabetes, Krebs, Rheuma, Alzheimer und vielen weiteren Krankheiten schützen kann.

Ihr seht also - es spricht durchaus einiges dafür dieser unscheinbaren Knolle einmal eine Chance zu geben und ihr einen Platz in der heimischen Küche einzuräumen. Und ihr könnt mir sicher sein, nachdem ihr ihrem süßlich-nussigen Geschmack erst einmal verfallen seid, werdet ihr Christopher Columbus dafür danken wollen, dass er sich dazu entschlossen hat, die damals noch völlig artfremde "Batate" hier zu uns nach Europa zu bringen ;) 



Und für alle, die noch immer nicht sicher sind, was sie denn nun mit dem etwas unhandlichen wirkenden Gemüse tatsächlich anstellen sollen, kommt hier ein erster Rezeptvorschlag:


Süßkartoffelrösti mit Lachs


Zutaten (für 4 kleine Röstis)
  • 300g Süßkartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Ei
  • 2 EL Mehl
  • 2 EL Butter
  • 200g Schmand, Kräuterquark, Creme Fraiche,...
  • 150g Lachs 
  • Schnittlauchröllchen zur Dekoration
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zubereitung

Die Süßkartoffeln mit einer Reibe in feine Streifen raspeln, in ein Geschirrhandtuch geben und kräftig ausdrücken. Dann die Zwiebel klein schneiden und zusammen mit dem Ei und dem  Mehl zu zu den Kartoffelraspeln geben. Alles kräftig würzen und zu einer einer glatten Masse verrühren.

Die Butter in einer Pfanne erhitzen und mit einem Esslöffel nacheinander 4 Portionen der Kartoffelmasse bei mittlerer Hitze knusprig braten, bis sie leicht braun geworden sind. Die bereits fertigen Röstis am besten im Backofen bei ca. 100° warm halten bis alle Portionen fertig sind. Zum Schluss jedes einzelne Rösti mit einem Klacks Quark bestreichen, mit einigen Lachsscheiben belegen (ich habe ein ganzes Stück Lachs verwendet) und mit Schnittlauch garnieren.

Und dann kann auch schon genossen werden! :)




Ob ich es tatsächlich geschafft habe, die Dame an der Supermarktkasse von den Qualitäten und scheinbar unendlichen Zubereitungsmöglichkeiten der Süßkartoffel zu überzeugen, weiß ich natürlich nicht. Aber ich kann nur jedem von euch ans Herz legen, dieses Rezept einmal selbst auszuprobieren. Es schmeckt nämlich absolut super und ist eine tolle Alternative zur guten alten deutschen Kartoffel, die es bei uns ja doch oft genug auf dem Teller gibt (auch dazu folgt übrigens bald ein Rezept von mir). Ihr dürft euch zumindest jetzt schon sicher sein, dass diese Röstis ganz bestimmt nicht das letzte Süßkartoffelrezept auf meinem Blog gewesen sind ;)

Bis dahin - sonnige Grüße
Lisa ☼

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