Mittwoch, 4. März 2015

Zwei Wochen zuckerfrei sind geschafft - darauf gibt's erstmal einen Bananen-Blaubeer-Kuchen

Fazit Nr. 2

Kaum zu glauben, aber wahr. Nun sind tatsächlich schon zwei ganze Wochen vergagengen, seit ich mich dazu entschieden habe, meine Ernährung zuckerfrei umgestellt habe, und ich bin wirklich mehr als überrascht, wie gut das eigentlich funktioniert. Nachdem die erste Woche teilweise sehr anstrengend war und mich vor einige Herausforderungen gestellt hat, ist es mir in Woche 2 nun schon deutlich leichter gefallen, mich zuckerfrei zu ernähren ohne dabei das Gefühl zu haben, auf irgendetwas verzichten zu müssen.

Langsam aber sicher hat man den Dreh raus und weiß, welche Produkte man kaufen kann und welche nicht bzw. wie sich Zuckerfallen umgehen und gesunde Alternativen finden lassen. Was ich tatsächlich niemals gedacht hätte, ist dass es mir so einfach fallen würde, auf Süßigkeiten, Kuchen, usw. zu verzichten. In den letzten Jahren bin ich während der Fastenzeit manchmal fast verrückt geworden, wenn ich in den Supermärkten bereits die ganzen Ostersüßigkeiten bewundern musste oder meine Freundinnen beim Mädelsabend Chips und Schokolade mitgebracht haben. Doch in diesem Jahr lässt mich das alles überraschend kalt. Klar - ab und zu habe ich auch mal Lust auf etwas Süßes. Aber dann greife ich einfach zu etwas frischen Obst, ein paar Trockenfrüchten oder einem zuckerfreien Müsliriegel und schon hat sich das Problem wie von selbst gelöst ;)

  
Ich denke, dass diese Gelassenheit zum einen daran liegt, dass ich mit meiner gesamten Ernährungsumstellung und diesem Blog so beschäftigt bin, dass ich einfach gar nicht die Zeit habe, ständig über Süßigkeiten nachzudenken und dass es zum anderen auch damit zusammenhängt, dass ich mir eben nichts verbieten muss, sondern auch guten Gewissens mal zu zuckerfreiem Knabberzeug oder naturgesüßten "Naschereien" greifen kann. 

Und genau deshalb möchte ich euch heute unbedingt eine solche Nascherei vorstellen. Anlässlich zum Geburtstag meines Papas habe ich nämlich ein super leckeres und absolut zuckerfreies Bananen-Blaubeer-Brot gebacken. Durch die Bananen ist es von Natur aus schon herrlich süß und wenn man dann noch etwas selbstgemachtes Dattelmus hinzugibt, schmeckt dieses tolle Gebäck 1 zu 1 wie ein "normaler" Bananenkuchen - nur das er eben viiiiel gesünder ist und man sich ohne schlechtes Gewissen auch gerne noch ein zweites Stück davon nehmen darf ;)


Die Resteverwertung geht in die zweite Runde 

In meinem gestrigen Beitrag habe ich ja bereits darüber gesprochen, dass ich absolut nichts von Lebensmittelverschwendung und dem Wegwerfen von Essen halte und immer versuche meine Lebensmittel so gut es geht aufzubrauchen, selbst wenn diese nicht mehr ganz so frisch sein sollten. Daher schließt sich dieses Rezept auch so perfekt an die gestrige Paprikacremesuppe an, denn auch heute lassen sich im Handumdrehen ein paar unansehnlich gewordene Essenreste zu einem wunderbar schmeckenden Gericht verwandeln.

Denn wer kennt das nicht. Man kauft sich ein Bündel Bananen, isst davon 1 oder 2 und vergisst dann irgendwie, dass die restlichen Früchte auch noch irgendwo im Obstkorb versteckt sind. Und wenn einem dann irgendwann doch wieder einfällt, dass sich ja eigentlich noch irgendwo die Bananen vom letzten Einkauf verstecken müssten, sind diese längst weich, braun und viel zu matschig geworden, um sie noch essen zu können. Doch halt - auf gar keinen Fall dürft ihr den Fehler begehen diese Früchte jetzt wegzuschmeißen. Denn je brauner und matschiger sie sind, umso besser eignen sie sich als süße Zutat für Bananenquark, Bananenpfannkuchen oder auch Bananenbrot. Also, anstatt direkt zum Mülleimer zu laufen und die braunen Früchtchen zu entsorgen, solltet ihr lieber schnell den Ofen vorheizen und die Rührschüssel hervorholen - denn jetzt kann nach Herzenslust gebacken werden :)



Bananen-Blaubeer-Kuchen


Zutaten
  • 3 reife Bananen
  • 2 Eier
  • 1/2 Tasse Milch
  • 1/2 Tasse ungesüßtes Apfelmus (oder 1 fein geriebener Apfel)
  • 2 - 3 EL Dattelmus (alternativ 1/2 Tasse Honig)
  • 1 TL Vanillearoma
  • 2 Tassen Mehl
  • 1 EL Leinsamen  
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Tasse Blaubeeren
  • 1/4 Tasse Wasser

Zubereitung

Als erstes werden die Eier mit der Milch, der Vanille, dem Apfelmus, den zerdrückten Bananen und dem Dattelmus gut verrührt. Für das Dattelmus weicht ihr einfach 100g Datteln über Nacht in 100ml Wasser ein und püriert diese Mischung am nächsten Tag zu einem cremigen Mus (ich streiche es meist noch einmal durch ein feines Sieb, um eventuelle grobe Stückchen aus der Masse zu filtern).

In einer zweiten Schüssel werden nun die trockenen Zutaten, sprich das Mehl, die Leinsamen, das Salz und das Backpulver miteinander verrührt und anschließend Esslöffelweise zu der Bananenmischung gegeben. Zum Schluss wird das Wasser untergerührt bevor ihr die Blaubeeren vorsichtig unter den Teig heben könnt.

Jetzt den Teig in eine gefettete Kastenform geben und bei 160° (Ober-/Unterhitze) für ca. 60 - 75 Minuten backen. Um sicherzustellen, ob der Kuchen schon fertig ist, einfach ein Metallstäbchen oder einen Schaschlikspieß in den Kuchen stecken. Wenn kein Teig mehr daran haften bleibt, ist er gut und kann aus dem Ofen.

Und das duuuuftet sage ich euch - unglaublich lecker. Da kann man es schon während des Backens gar nicht mehr erwarten endlich ein Stück von diesem tollen Kuchen zu bekommen! :)

Tipp: Ich habe für dieses Rezept original amerkanische "Cups" als Tassen verwendet. Wenn ihr mit der Größe euerer Tassen unsicher sein solltet, findet ihr im Internet viele Seiten, auf denen die Mengenagaben in Gramm, Liter, usw. umgerechnet werden. 


Mir persönlich fällt es gerade dank solcher tollen und einfachen süßen Rezepte inzwischen übrigens deutlich schwerer auf Wurst zu verzichten, als auf all die Naschereien im Supermarkt. Die Tatsache, dass es wirklich so gut wie unmöglichi ist, Putenbrust, Salami, Leberwurst, Zwiebelmett oder Wiener Würstchen ohne Zucker zu finden, macht mich langsam wirklich verrückt. Vielleicht wird es in diesem Jahr am Ostersonntag gar nicht der Biss in ein Stück Schokoladenkuchen sein, auf den ich mich am meisten freue, sondern eher ein richtig zünftig und dick belegtes Wurstbrot mit allem was das Fleischerherz begehrt - ich bin gespannt :P

Bis dahin - sonnige Grüße
Lisa ☼



P.s. Mit diesem Beitrag bewerbe ich mich zudem für das Blogevent von Photolixieous anlässlich ihres ersten Bloggeburtstages. Dieses Rezept wäre doch wunderbar für den Sweet Tabel an diesem Feiertag geeignet.


https://photolixieous.files.wordpress.com/2015/02/event-banner_breite500.jpg


Kommentare:

  1. Liebe Lisa,
    ja klasse! Das schaut ja sooooo lecker aus und ganz ohne Zucker! Wirklich gelungen! Hier ist also der Beweis, dass man auch ohne Zucker super feiern kann! Vielen lieben Dank für Deinen Beitrag und viel Glück für die Gewinnerwahl! Willkommen auf meinem Sweet-Table. Viele liebe Grüße,
    Lixie <3

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  2. Hallo,
    ich finde, das ist eine Mogelpackung.
    Honig ist auch eine Zuckerart, nicht im geringsten gesünder als Rohr- oder Rübenzucker.
    Datteln von Natur aus hoch zuckerhaltig (genauso, wie die Zuckerrübe.
    LG

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  3. Hallo,
    es kommt natürlich immer darauf an, wie man den Zuckerverzicht für sich selbst definiert. Mir persönlich geht es einfach darum, auf industriell zugesetzten Zucker zu verzichten. Nicht aber auf jegliche Form von Süßungsmitteln. Ich finde, dass Honig und Datteln ein toller und vor allem natürlicher Ersatz für industriellen Zucker darstellen. Aber das ist natürlich nur meine persönliche Meinung. Wer stattdessen lieber Komplett auf Zucker verzichten möchte, kann das natürlich tun. Dann stellt sich aber sicherlich auch die Frage, ob Bananen nicht vielleicht auch schon von Natur aus zu viel Zucker enthalten?!

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  4. so seh ich das auch - selbst getreide enthält zucker, vom ganzen obst mal ganz abzusehen. das ist krümelkackerei, über datteln zu schimpfen. aber wen es glücklich macht ... gnihi.

    viel wichtiger: was ist das für 'ne coole backform?! sieht aus wie zusammengesteckt?

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    1. Danke für die Unterstützung ;) Aber ich denke vermutlich legt sich jeder so aus, wie es ihm am besten gefällt. Und das ist ja auch in Ordnung so. Ich denke nur, dass man nicht zu streng mit sich sein sollte. Die Backform habe ich bei DM gekauft. Total super, da sind immer gleich drei Stück in einer Packung und sie sind super günstig. Perfekt, wenn man mal einen Kuchen verschenken möchte und keine Lust hat, ewig seiner eigenen Form hinterherzulaufen ;)

      Sonnige Grüße
      Lisa ☼

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