Sonntag, 19. April 2015

Kampf den Fertigprodukten - oder: Wie macht man eigentlich Mayo selber?

Ihr Lieben, normalerweise bin ich was das Kochen und Backen angeht, ein absoluter Gegner von Fertigprodukten. Ganz egal, ob Tiefkühlgerichte, fertige Salatdressings, Pürees aus der Packung, Tütensuppen, Backmischungen oder abgepackte Salate - ich bin der Meinung, dass die gleichen Rezepte selbstgemacht einfach tausend Mal besser schmecken und dabei natürlich auch noch deutlich natürlicher und gesünder sind. Na klar - ab und an gibt es auch in der Essperimentierküche mal eine Tiefkühlpizza oder ein fertiges Cremedessert aus dem Kühlregal (und manchmal schmecken diese Dinge dann auch tatsächlich unverschämt gut), dennoch bin ich normalerweise wirklich bemüht, alles was ich esse frisch und ohne fertige Tütchen zuzubereiten. Außer es geht dabei um Soßen...

Fragt mich nicht warum, aber auf die Idee Grillsoßen, Ketchup oder Mayonnaise selber zu machen, bin ich bisher irgendwie noch nie gekommen. Denn tatsächlich bin ich der Meinung, dass der Markt eine Menge leckerer und wirklich vielfältiger Varianten im Angebot hat, die im Zweifelsfall natürlich deutlich schneller auf dem Tisch stehen, als würde man sie erst selbst zubereiten. Außerdem habe ich mich an der Zubereitung von selbstgemachter Mayonnaise schon zwei Mal vergeblich versucht. Beide Essperimente endeten anstatt mit einer leckeren Salatcreme nur mit jeder Menge Frust, Verzweiflung und einem mit Eiern und Öl prall gefüllten Mülleimer. Aber es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen und nachdem ich letzte Woche im Internet plötzlich über ein Mayo-Rezept mit angeblicher Gelinggarantie stolperte, beschloss ich kurzerhand, mir selbst noch einmal eine Chance zu geben und mich an dieses angebliche Wunderrezept zu wagen. Und - ich konnte es selbst kaum glauben - es hat tatsächlich funktioniert!!! Total easy, in nicht mal 2 Minuten hatte ich eine super leckere, cremige und fluffige Mayonnaise zubereitet, die ich nicht nur direkt für den an diesem Tag zum Grillen angedachten Porreesalat nutzen konnte (Rezept folgt natürlich), sondern die ich mit wenigen Zutaten direkt auch noch zu einem leckeren Aioli-Dip als Beilage zum Grillbaguette umwandeln konnte.


Wirklich wahr, dieses Rezept ist einfach kinderleicht. Man benötigt nur wenige Zutaten, einen Pürierstab und einen hohen Messbecher und kann innerhalb kürzester Zeit eine tolle Grundlage für viele verschiedene Soßen, Dips und Salatcremes zaubern. Und auch bei meinen Testessern kam die Mayonnaise richtig gut an. Im Porreesalat bemerkte niemand den Unterschied zu den gekauften Varianten und das Aioli war innerhalb kürzester Zeit komplett leer gegessen. Also - falls auch ihr euch bisher immer vor der Zubereitung von selbstgemachter Mayo gescheut habt - kann ich euch versprechen, dass dieses Rezept euch definitiv jegliche Angst nehmen kann und wird. Probiert es unbedingt aus :)

Selbstgemachte Mayonnaise


Zutaten
  • 200ml Sonnenblumenöl
  • 1 Ei
  • 1 EL Essig
  • 1 EL Senf
  • Salz, Pfeffer, Worcestershire Sauce,
  • evtl. 2 EL Quark oder Joghurt

Zubereitung
Alle Zutaten der Reihe nach in einen Mixbecher geben und den Pürierstab uneingeschaltet hineinstellen (ihr solltet an dieser Stelle darauf achten, dass der Becher nicht zu breit ist, sondern möglichst schmal, damit der Kopf des Pürierstabes komplett von der Flüssigkeit bedeckt ist). Dann den Stab anstellen, ca. 15 Sekunden laufen lassen und dann vorsichtig nach oben ziehen. Dabei werdet ihr schon sehen, wie an den Seiten des Pürierkopfes bereits eine cremige Mayonnaise entsteht. Sobald die ganze Masse angedickt ist, könnt ihr die Creme ganz nach Belieben abschmecken und für etwas mehr Frische noch etwas Joghurt oder Quark unterrühren. Ich habe der Mayo zusätzlich noch etwas Curry und Cayennepfeffer zugefügt. Ihr könnt die Gewürzpalette natürlich ganz individuell nach Belieben noch um weitere Zutaten und Kräuter ergänzen.

Tipp: Um aus dieser Mayonnaise einen Aioli-Dip zu machen, presst ihr einfach frischen Knoblauch mit in den Dip und schmeckt ihn mit etwas Honig, weiterem Senf und einem Spritzer Zitronensaft ab.


Nachdem mir dieses Rezept nun wider Erwarten tatsächlich richtig gut gelungen ist, bin ich mir übrigens sicher, dass ich meine Dips und Soßen zum Grillen, als Brotaufstrich oder für Cremes zum Salat definitiv öfter selber machen würde. Und da die Grillsaison ja nun direkt vor der Tür steht und Soßen damit in den Sommerküchen umso gefragter sind, habe ich mich außerdem dazu entschlossen, euch während der nächsten Wochen regelmäßig neue Soßen- und Diprezepte als Beilage zu Brot, Fleisch, Fisch und Salat hier auf dem Blog vorzustellen. Als Kampfanansage an die Fertigprodukte und als Beweis dafür, dass selbstgemachte Gerichte einfach deutlich schmackhafter und aromatischer sind, als ihre zuckerhaltigen und konservierungsstoffbelasteten Äquivalente im Supermarkt. Was sind denn eigentlich eure liebsten Grillsoßen-Rezepte? Habt ihr vielleicht sogar Wünsche für Dips und Cremes, die ich für euch einmal austesten soll? Ich bin gespannt. :)

Habt einen wundervollen Sonntag.

Bis dahin - sonnige Grüße
Lisa ☼

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