Sonntag, 14. Juni 2015

• • Beste Reste • • Das Projekt "Zu gut für die Tonne" und ein herzhaft-fluffiges Pizza-Pinwheel

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Ihr Lieben, heute bin ich mal wieder in einer Restemission unterwegs und möchte euch unbedingt ein tolles Projekt gegen die Verschwendung von Nahrungsmitteln vorstellen, auf das ich bereits vor einiger Zeit gestoßen bin und das ich euch selbstverständlich nicht vorenthalten möchte: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat nämlich die Website "Zu gut für die Tonne" ins Leben gerufen, auf der man sich zum einen ganz hervorragend über das Thema Lebensmittelverschwendung in Deutschland informieren kann und die zugleich auch hilfreiche Tipps und Anleitungen dafür liefert, was man selbst tun kann, um dem Wegwerfwahn in unserer Konsumgesellschaft entgegenzuwirken. Mir gefällt die Art und Weise, mit der auf dieser Homepage mit dem Thema umgegangen wird und ich finde es toll, dass nicht nur nach den Ursachen, Gründen und Folgen dieser Lebensweisen gefragt wird, sondern dass zudem auch deutlich gezeigt wird, was jeder Bürger selbst tun kann, um einen Beitrag gegen diesen traurigen Trend zu leisten.

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Neben zahlreichen Fakten, Daten und Zahlen, einem Wissenstest zum Thema Nahrungsmittelverschwendung und einem sehr anschaulichen Einstiegsvideo bietet die Website außerdem viele tolle Restetideen zu saisonalen Nahrungsmitteln sowie einen Rezeptekalkulator auf dem man seine "Restezutaten" eingeben kann und dazu dann ein passendes Rezept aus der gewünschten Kategorie vorgeschlagen bekommt. Praktischweise gibt es sogar noch eine kostenlose App, mit der man auch vom Smartphone aus jederzeit nach passenden Restetipps und Rezeptideen für sich suchen kann. Meiner Meinung nach ein wirklich gelungenes Projekt, bei dem es sich durchaus lohnt, einmal vorbeizuschauen! Und falls ihr dort für eure Reste doch nicht ganz das richtige Rezept finden könnt, hätte ich hier heute nochmal einen leckeren Vorschlag für ein fluffiges und saftiges Pizza-Pinwheel, das sich mit so ziemlich jeder Zutat im Kühlschrank zubereiten lässt und dank des lockeren Hefeteigs total lecker und so gar nicht nach langweiliger Resteküche schmeckt.


Auf Instagram haben die liebe Sarah vom "Knusperstübchen", Anita von *olles Himmelslitzerdings* und Anett von "herznah" nämlich zum gemeinsamen Pinwheel-Backen am Sonntag aufgerufen und als ich davon gelesen habe, habe ich natürlich direkt an mein "Beste Reste" Projekt hier auf den Blog gedacht. Denn im Prinzip ist ein Pinwheel nichts anderes als ein großer, gerollter Hefeteig, der in einer Springform gebacken wird und daher ein ideales Rezept darstellt, um jegliche Reste aus dem Kühlschrank und dem Vorratsregal zu einem leckeren Gericht zu verarbeiten, ehe sie schlecht werden und in den Müll wandern müssen.

Auf der Suche nach einer geeigneten Füllung bin ich in meinem Kühlschrank neben einer schon etwas schrumpeligen Paprika, der restlichen Tomatenbutter vom Grillen am letzten Wochenende und einer geöffneten Packung Wurst auch auf ein angebrochenes Glas getrockenete Tomaten, und eine Packung geriebenen Parmesan gestoßen. Und da ich mir eine Kombination aus all diesen köstlichen Zutaten absolut schmackhaft und genüsslich vorstellen konnte, entschloss ich mich spontan dazu, nicht wie eigentlich angedacht ein süßes Pinwheel mit Puderzucker und Zitrone, sondern eine herzhafte Version ähnlich einer gerollten Pizza zu backen. Das Rezept dazu verrate ich euch natürlich gerne, doch wie bereits gesagt lassen sich in diesem tollen Gericht so ziemlich alle Zutaten verbacken, die euer Kühlschrank, die Gefriertruhe und die Vorratsdosen zu hergeben ;)


Pizza-Pinwheel


Zutaten (für eine 12cm Springform)

Für den Teig
  • 1/2 Packung Trockenhefe
  • 2 EL lauwarmes Wasser
  • 1 EL Honig
  • 200g Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 2 EL weiche Butter
  • 1 Ei
  • 60 ml lauwarme Milch
  • getrocknete Kräuter nach Belieben

Für die Füllung
  • 3 EL weiche Tomatenbutter
  • 1/2 Spitzpaprika
  • 3 getrocknete Tomaten
  • 80g Leberkäse-aufschnitt
  • 4 EL Parmesan

Zubereitung
Die Hefe mit dem Wasser und dem Honig gut verrühren und etwa 5 Minuten ruhen lassen. Dann die restlichen Zutaten für den Teig vermengen und zu der Hefemischung geben. Alles sehr gut für etwa 10 Minuten durchkneten und in einer abgedeckten Schüssel an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Leberkäse in Streifen schneiden und mit etwas Butter in der Pfanne knusprig braten. Die Paprika und die Tomaten fein würfeln und kurz mit in die Pfanne geben. Währenddessen die Springform gut ausfetten. Nach der Ruhepause den Teig noch einmal kurz durchkneten und zu einem etwa 3mm dicken Rechteck ausrollen. Dieses mit der Butter bestreichen und mit den angebratenen Zutaten belegen. Nun mit einem Nudelholz vorsichtig über die Oberfläche rollen, um den Belag etwas fester in den Teig zu drücken und alles zum Schluss mit dem Parmesan bestreuen. Dann das Rechteck in etwa 3cm breite Streifen schneiden und diese jeweils einmal in der Mitte teilen. Den ersten Streifen vorsichtig aufrollen und die entstandene Schnecke in die Mitte der Springform setzen. Am Ende der Schnecke vorsichtig den nächsten Streifen ansetzen und locker (der Teig braucht nämlich noch Platz zum Gehen) um die Schnecke herumwickeln. So mit dem gesamten Teig verfahren, bis die Springform komplett ausgefüllt ist. Jetzt darf das Pinwheel noch einmal abgedeckt für ca. 30 Minuten ruhen, bevor es anschließend bei 180° für weitere 30 Minuten goldbraun gebacken wird. Wer mag, kann das Pizza-Pinwheel 10 Minuen vor Ende der Backzeit noch mit etwas geriebenem Käse oder Parmesan bestreuen und knusprig überbacken lassen. Dazu schmeckt frischer Kräuterquark oder ein leichter Joghurt-Dip sehr lecker.

  

Das Originalrezept zu meiner Pizza-Version findet ihr übrigens drüben bei Sarah im Knusperstübchen. Ich bin aber auch jetzt schon total gespannt, welche leckeren (Reste)variationen ihr euch zu diesem kreativen Grundrezept einfallen lasst! Außerdem freue ich mich schon sehr auf die kommende Woche, in der ich euch nicht nur leckere Rezeptideen für die Resteverwertung von Obst vorstellen werde, sondern ihr außerdem den ersten Gastbeitrag einer weiteren motivierten Resteretterin erwarten dürft. Doch dazu in den nächsten Tagen mehr! Nun warte ich erst einmal gespannt auf eure Pinwheel-Kreationen und freue mich über eure persönlichen Tipps zur Resteverwertung von Obst und frischen oder konservierten Früchten! Lasst mal hören, was ihr alles aus diesen tollen Zutaten zaubert.



Bis dahin - sonnige Grüße,
Lisa ☼

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