Montag, 5. Oktober 2015

German Apple Cake - Deutsche Küche ganz international

Hallo ihr Lieben,
passend zum Tag der Deutschen Einheit an diesem Samstag hat die liebe Angelina von PrinCi dieses Jahr bereits zum 3. Mal in Folge den Deutschen Backtag ausgerufen. Frei nach dem Motto "Wir backen uns die Welt wie sie uns gefällt" konnte dabei jeder, der Spaß und Freude am Backen von süßen oder herzhaften Leckereien hat, fleißig in der Küche werkeln, um seine Kreationen anschließend mit allen Teilnehmern zu teilen! :) Und da ich auch in den letzten beiden Jahren schon voller Begeisterung an diesem Event teilgenommen habe und das Thema außerdem so wunderbar zu meiner aktuellen USA-Reise passt, konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, auch aus der Ferne meinen Teil zu dieser tollen Aktion beizusteuern ;-)



Und so verbrachte ich gestern einen großen Teil des ohnehin extrem regnerischen Tages in der riesigen Küche unseres aktuellen Couchsurfing Gastgebers, wo ich neben einem leckeren, herzhaften Kürbisbrot (das Rezept folgt schon ganz bald) einen typisch deutschen gedeckten Apfelkuchen zauberte, um unseren amerikanischen Freund von der deutschen Backkunst und diesem sündhaft leckeren Kuchenrezept zu überzeugen. Dabei war es gar nicht so einfach, den Teig und die Füllung entsprechend des Rezepts anzufertigen, da die topmoderne Küche hier zwar mit jeglichem Schnickschnack, jedoch nicht mit einer normalen Küchenwaage ausgestattet ist. Und so war ich zunächst einen recht großen Teil der Zeit damit beschäftigt, die Angaben für Mehl, Zucker, Äpfel, usw. von europäischen Maßeinheiten in Cups umzurechnen, ehe ich überhaupt mit der Zubereitung des Kuchens beginnen konnte.



Glücklicherweise scheine ich mich dabei nicht all zu schlecht angestellt zu haben, denn der liebe Roy, der sich auf meine Nachfrage, was ich denn für ihn backen solle, einen Apfelkuchen gewünscht hatte, war von der deutschen Variante des amerikanischen Apple Pies mehr als begeistert. "Hmm, Lisa - this is delicious" schwärmte er und erkundigte sich gleich, ob noch genug Kuchen da wäre, um am nächsten Tag auch seiner guten Bekannten ein Stück davon zum Dessert servieren zu können. Ich nehme das einfach mal als Kompliment und freue mich natürlich sehr darüber, dass ich unserem Host die deutsche Küche und diese Version des Kuchenklassikers schmackhaft machen konnte. Und nun gibt es natürlich auch für euch das Rezept, denn ich bin mir sicher, dass der Kuchen euren Freunden, Verwandten und Bekannten mindestens genau so gut schmecken wird, wie es hier bei unserem Gastgeber in Amerika der Fall war! :)





Gedeckter Apfelkuchen


Zutaten
Für den Teig:

  • 300g Mehl
  • 100g Zucker
  • 150g Butter
  • 50g Mascarpone
  • 1 Ei
Für die Füllung
  • 750g Äpfel
  • 200ml Apfelsaft
  • 30g braunen Zucker
  • ein großzügiger Schuss dunkler Rum
  • 1 Paket Vanillepuddingpulver
  • 2 EL Mehl
Außerdem
  • 75g Puderzucker
  • Saft einer Zitrone
  • evtl. Mandelplättchen zum Bestreuen

Zubereitung
Zunächst aus den Zutaten für den Teig einen Mürbeteig herstellen. Dafür einfach alle Komponenten gut miteinander verkneten und den Teig in zwei etwa gleich große Rollen formen. Diese einzeln in etwas Frischhaltefolie einwickeln und ca. 60 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Für die Füllung die Äpfel schälen, entkernen und in feine Würfel schneiden. Die Apfelstückchen zusammen mit etwa 150 ml Apfelsaft, dem Zucker und dem Rum für ca 10 Minuten weich köcheln lassen. Dann das Puddingpulver mit dem restlichen Apfelsaft verwquirlen und zügig unter die Apfelmasse geben. Alles kurz aufkochen und eindicken lassen und den Topf dann von der Herdplatte nehmen.

Nun die erste Teigrolle vorsichtig ausrollen und damit vorsichtig den Boden einer gut gefetteten, kleinen Backform (ca. 20 x 20cm) auskleiden. Keine Sorge, wenn der Teig reißt, könnt ihr ihn auch stückchenweise in die Form legen und dort wieder mit den Fingern zusammendrücken. Dann Apfelfüllung auf den Teig geben und die zweite Teigrolle ausrollen. Diese nun als Decken auf die Füllung legen (auch hier könnt ihr wieder kleinere Teile zu einem Deckel zusammenpuzzeln) und an den Rändern mit dem Boden zusammendrücken. Jetzt den Kuchen bei 180° C Ober-/Unterhitze für etwa 40 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist.

Zum Schluss den Kuchen gut auskühlen lassen, aus dem Puderzucker und dem Zitronensaft einen Zuckerguss herstellen und die Oberfläche des Kuchen großzügig damit bestreichen. Wer mag kann auch noch ein paar Mandelplättchen in einer Pfanne ohne Fett anrösten und diese auf dem Kuchen verteilen. Jetzt müsst ihr euch nur noch so lange gedulden, bis der Guss getrocknet ist und dann kann auch schon fröhlich geschlemmt werden! :)


Die Kuchen lässt sich übrigens wunderbar im Kühlschrank aufbewahren und schmeckt am nächsten Tag fast noch ein bisschen besser. Wir haben ihn hier als Dessert zu einem typisch deutschen Menü inklusive herzhaftem Kürbisbrot und einer gigantischen Portion Schmorkohl serviert. Roy war völlig begeistert und beschloss, dass wir auch das Kohlgericht unbedingt am nächsten Tag für seine Bekannte (die übrigens ein eigenes Restaurant hier in Williamsburg hat) servieren müssen. Und so gab es gestern zum Abendessen als Vor- und Nachspeise erneut deutsche Küche zum Verkosten. Und was soll ich sagen - auch seiner Freundin schmeckten beide Gerichte ausgesprochen gut. Sie bestand darauf, dass ich ihr das Kohlrezept zur Verfügung stelle und riet mir außerdem, diesen Kuchen von nun an bei all unseren Gastgebern in den Südstaaten zu backen, da ich damit sicher berühmt werden könne. Nun ja, da schwingt sicherlich auch eine große Portion der typisch amerikanischen und teilweise etwas übertriebenen Freundlichkeit mit, trotzdem hatte ich schon den Eindruck, dass den beiden meine Gerichte sehr gut geschmeckt haben. 

Nun wünsche ich euch einen guten Start in die neue Woche - vielleicht ja mit einem saftigen Stückchen Apfelkuchen? :)

Bis dahin - sonnige Grüße aus der Ferne,
Lisa☀

P.s. Hier seht ihr übrigens meine Kreationen aus den letzten beiden Jahres. Falls Interesse an den Rezepten bestehen sollte, lasst es mich gerne wissen. Dann veröffentliche ich auch gerne noch einmal hier auf dem Blog :)

Apfeltaschen, gefüllte Pfirsich-Handpies und Kirsch-Clafoutis 2013



Kommentare:

  1. Hm, das sieht ganz köstlich aus! Ich habe den deutschen Backtag leider verpasst ;) Naja, vielleicht ja im nächsten Jahr :) Viele Grüße,

    Kathi

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    1. Danke liebste Kathi :) im nächsten Jahr kannst du dann ja mit dabei sein - und zum Glück darf man ja auch außerhalb dieses Tages immer fleißig backen! :)

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